Schlepzig

Die kleine, schmucke und über eintausend Jahre alte Gemeinde Schlepzig im noch weitgehend natürlich erhaltenen Unterspreewald bietet für jeden Geschmack das passende Angebot. Hier können Geschichtsfreunde noch original historische Gebäude aus dem 18. Jahrhundert bestaunen.Sei es die Getreidemühle von 1771, die 1782 wieder aufgebaute Fachwerkkirche mit der naiven Deckenmalerei (schlichtes Barock) oder den ältesten Gasthof des Spreewalds. Diese Gebäude bestehen noch in der ursprünglichen Fachwerkkonstruktion und können besichtigt werden.

Die wendische Siedlung wurde in der Schenkungsurkunde Heinrich II. an das Kloster Nienburg  an der Saale (8.8.1004) Zloupisti benannt – das war die  Bezeichnung für Pfahl, da die ersten Behausungen auf Pfählen gebaut wurden, um den jährlichen Hochwasserfluten der Spree zu trotzen.

In den über tausend Jahren änderte sich die Schreibweise für den Ort acht Mal, bevor die heutige geltende niedersorbische Schreibweise festgelegt wurde:

  • 1045 n. Chr. Zlopisti
  • 1179 n. Chr. Zlopiske
  • 1374 n. Chr. Schlepzigkh
  • 1437 n. Chr. Slepsk
  • 1521 n. Chr. Schlepzigk
  • 1761 n. Chr. Szlopize
  • 1843 n. Chr. Slopice
  • 1880 n. Chr. Slopišće

Die heutige geltende offizielle Schreibweise ist Slopišća. Auf den im Ort befindlichen Gedenksteinen ist die Ersterwähnung als Zloupisti festgehalten, welches zu weiteren Fragen führt. Weitere Informationen erläutern im Wesentlichen, warum es zu diesen vielen Schreibweisen kam.

Die Getreidemühle, ursprünglich 1740 errichtet und ebenso beim großen Dorfbrand 1769 vernichtet, wurde 1771 als Dreifachmühle (Mahl-, Öl- und Schneidemühle) wieder aufgebaut und besitzt heute einen funktionierenden Schrotgang.

Das Bauernmuseum ist Treffpunkt für alle, die gern aktiv in die Vergangenheit reisen. Das einzigartige Hofensemble mit dem Wohnhaus von 1818, mit Ausstellungen in Scheune, Kuhstall und Feldscheune, mit Backhaus und Kräutergarten ist ein lebendiges Museum für Groß und Klein.  Bis in das 18. und Anfang des 19.Jahrhundert wurde im Ort noch wendisch unterrichtet, wendisch gesprochen und auch gepredigt.

Sehenswert ist auch die kleine Sammlung der Feuerwehrkameraden, die einen Fundus historischer Löschgeräte im Feuerwehrmuseum zeigt.

Bildursprung: http://www.spreewald-schlepzig.de

Quelle: www.schlepzig.de

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